Mein Traum vom Geld verdienenden Ad-Blocker

Adblocker-Hinweis bei SpOn

Da guckt man nichtsahnend bei Spiegel Online vorbei – und wird gleich mal mit einem roten Kasten dumm angemacht: „Du böser User, du benutzt einen Ad-Blocker und bringst uns um unseren Verdienst“, steht da sinngemäß. Ähnliches fand sich bei Sueddeutsche.de, Zeit Online, Golem.de und noch einigen weiteren Portalen. Ja, ich benutze einen Werbeblocker. Nein, ich werde ihn nicht einfach so ausmachen. Aber die Aktion rief mir eine Idee in Erinnerung, die ich vor einiger Zeit mal hatte und schon lange mal aufschreiben wollte. Hier ist sie.
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Umzug mit Congstar – ein DSL-Abenteuer aus der Servicewüste

Titus gefällt Congstar... nicht mehr!

Wer in diesem Land ein absurdes Theaterstück schreiben möchte, der muss eigentlich nur zu Congstar gehen – schon früher hatten die Telekom-Discount-Tochter und ich viel Spaß miteinander, andere erlebten auch ihre Congstar-Odyssee. Trotz allem wollte ich meinen DSL-Anschluss kündigen, weil Congstar keinen Umzugsservice anbietet – um dann einen neuen DSL-Anschluss für die neue Wohnung zu bestellen. An diesem Plan funktionierte ungefähr… nichts. … 

 

Was Online-Journalisten nicht erst morgen können sollten

Diskussionen im Netz über Onlinejournalismus sind für gewöhnlich bestes Popcorn-Kino. Da haut einer ein paar Thesen raus, und schwuppdiwupp sind sie wieder da, die Typen, die früher alles besser fanden und den Untergang des Abendlandes fürchten – nur weil jemand sagt: Leute, das mit dem Journalismus funktioniert anders als früher und darauf müssen wir Journalisten uns verdammtnochmal einstellen. … 

 

Facebook schafft die Demokratie ab. Nicht.

Nein, es ist nicht nett von Facebook, dass sie jetzt die Mitbestimmung der User bei Änderungen an AGB und „Datenverwendungsrichtlinien“ einschränkt. Aber der Sturm der Entrüstung, der heute über diverse Portale und durchaus auch meine Facebook-Timeline zog, ist seltsam. Mal ehrlich: Ich kann dieses Gejammer nicht mehr hören.

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Twittertussi trifft wilde Netzgemeindler

Ich bin sehr positiv überrascht darüber, wie sich die Diskussion um die „Twitter-Tussis“ (bzw. den Meedia-Artikel dazu) entwickelt hat. Über das Wochenende tauchten doch an ganz verschiedenen Stellen immer neue, durchaus durchdachte Diskussionsbeiträge zu diesem Thema auf. Allesamt sehr lesenswert. So fruchtbar diese Diskussion sich auch entwickelt hat, glaube ich dennoch: Wir reden ein bisschen aneinander vorbei.

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Ja, ich bin Twitter-Tussi. Na und?

Wäre ich eine Frau, hätte ich es möglicherweise nicht so lustig gefunden, einfach nur meine Arbeit zu machen und dafür von einem Online-Medienmagazin als „Twitter-Tussi“ tituliert zu werden. Als männliche Twitter-Tussi fand ich es einigermaßen komisch. Denn wenn wir alle einfach mal einen Schritt zurücktreten und mit etwas Abstand auf uns gucken, ist das doch Realsatire, was wir da treiben: Tweets in anderen Medien vorzulesen. Oder?

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Fragen, die Online-Redaktionen so gestellt werden

Kleine Anekdote aus meinem Arbeitsalltag: Ein nicht so viel online arbeitender Kollege kommt in die Onlineredaktion, deutet auf eine zufällig herumliegende Zeitung (die da übrigens einzig und alleine deshalb liegt, weil sie mal jemand als Regenschirmersatz brauchte) und fragt, was xD bedeutet. Seine Tochter würde das häufiger bei Facebook posten.

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„Wieso heißt das Buch?“

Wer irgendwas über die Zukunft von Medien lernen möchte, sollte sehr aufmerksam Kindern bei der Mediennutzung zugucken und -hören. Kommentar einer Vierjährigen zu einem E-Book, das ihre Mutter auf dem iPad liest (nachdem sie ihr erklärt, was sie da macht): „Mama, wieso heißt das Buch?“
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Eine App, ein Urteil und ganz viel Mutlosigkeit

Es war mal wieder ein denkwürdiges Schauspiel in den letzten Tagen: Das Landgericht Köln fällte sein lange und mit Spannung erwartetes Urteil zur tagesschau-App – und alle waren genau so schlau wie zuvor.  Nur traut sich das keiner zu sagen, anstattdessen glänzen die versammelten „Qualitätsmedien“ munter mit sehr eigenwilligen Interpretationen des Urteils. Ich persönlich habe auf den Webseiten großer Verlage keinen Artikel dazu gelesen, der nicht ganz klar die Interessen des jeweiligen Verlags vertrat. Das ist nicht nur nach journalistischen Kriterien traurig, sondern es bedeutet: Die meisten Beteiligten haben in mehreren Jahren exakt nichts gelernt. Das ist skandalös.

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Audio? Im Web? Echt jetzt?

Es ist eine interessante kleine Diskussion, die sich da gerade bei onlinejournalismus.de und bei Martin Hoffmann im Blog entwickelt hat: Er schreibt über Audio als „schwarzes Schaf des Onlinejournalismus“. Audiobeiträge seien online völlig unterrepräsentiert, eben stiefmütterlich behandelt. Armes schwarzes Audioschaf! Da muss man doch was tun! Oder etwa nicht? Vielleicht muss man nur woanders hingucken. …