Kunst 1.0 und 2.0

In Zeiten, in denen sich alles mit allem online vernetzen lässt, mutet es bisweilen etwas anachronistisch an, was moderne Museen treiben – oder eben nicht. Ich meine: Da machen irgendwelche Kunstprojekte selbstverständlich auch Gebrauch von moderner Technik, und selbstverständlich geht das auch online. Dass so eine Ausstellung oder Installation aber auch mal zurückwandert ins Netz, das ist immer noch eher die Ausnahme. … 

 

Hotel Mamma***** (Nachtrag)

Vor einigen Tagen ging’s hier schon mal um die Heerscharen von erwachsenen Italienern, die noch zuhause leben. Was zunächst komisch und klischeehaft klingt (faule Muttersöhnchen machen es sich daheim bequem), entwickelt sich mehr und mehr zum sozialen Problem. Für diejenigen, die mehr dazu wissen wollen: Ein paar weitere Fakten und Hintergründe zu diesem seltsamen Phänomen hab ich jetzt etwas ausführlicher recherchiert und zusammengefasst.

 

Hotel Mamma*****

In Italien ist das Thema leider ein alter Hut, hier sorgt es nur für Kopfschütteln: Ein Drittel aller italienischen Männer unter 35 (Männer wohlgemerkt!) lebt noch daheim. Wie das so aussieht, das zeigt Polylux in seinem Video-Podcast.

Hotel Mama 300kOK @ www.polylog.tv/videothek

So lustig das alles klingt – es ist ein ernsthaftes Problem. Interessant ist in dem Zusammenhang auch das, was der Beitrag nicht verrät. … 

 

Vorsicht! Suchtgefahr!

Ich gestehe, ich bin süchtig. Alle vier Jahre überkommt mich ein so intensives Suchtverlangen, dem ich einfach nachgeben muss. Begonnen hat die Sucht 1982, damals waren sie in grüne Tüten verpackt. Vier Jahre später war das Tütchen größtenteils weiß; dann dachte ich, hätte meine Sucht im Griff, aber im Jahr 2002 brach sie wieder aus – jetzt in blau-gelbem Gewand. In diesem Jahr kenne ich die Farbe noch nicht, aber ab diesem Montag werde ich es wissen. … 

 

Finalo furiose

Jetzt isses vorbei in Turin. Endlich, möchte man sagen, wenn man Begriffe „Carnevalo italiano“ lesen muss. Dass das nach Jahrzehnten von immer wiederkehrenden Berichten über den „Carnevale di Venezia“ und seine Pendants in anderen italienischen Städten immer noch passieren kann? Seltsam ist ja nicht, dass jemand beim schnellen Schreiben auf solche Ideen kommt. Seltsam ist, wenn jemand entweder nicht richtig wiedergeben kann, was er sieht und hört oder nicht mal versucht, es mit sicher schon mal gehörten oder gelesenen ähnlichen Wörtern abzugleichen. Das ist dann schade, weil so ein Patzer im ersten Satz den ganzen Artikel schnell diskreditieren kann. Ich persönlich habe im vorliegenden Fall beispielsweise noch noch schnell nach ähnlichen sprachgewandten Stilblüten gescannt – und die Geschichte eben nicht gelesen.