Twittertussi trifft wilde Netzgemeindler

Ich bin sehr positiv überrascht darüber, wie sich die Diskussion um die „Twitter-Tussis“ (bzw. den Meedia-Artikel dazu) entwickelt hat. Über das Wochenende tauchten doch an ganz verschiedenen Stellen immer neue, durchaus durchdachte Diskussionsbeiträge zu diesem Thema auf. Allesamt sehr lesenswert. So fruchtbar diese Diskussion sich auch entwickelt hat, glaube ich dennoch: Wir reden ein bisschen aneinander vorbei.

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Ja, ich bin Twitter-Tussi. Na und?

Wäre ich eine Frau, hätte ich es möglicherweise nicht so lustig gefunden, einfach nur meine Arbeit zu machen und dafür von einem Online-Medienmagazin als „Twitter-Tussi“ tituliert zu werden. Als männliche Twitter-Tussi fand ich es einigermaßen komisch. Denn wenn wir alle einfach mal einen Schritt zurücktreten und mit etwas Abstand auf uns gucken, ist das doch Realsatire, was wir da treiben: Tweets in anderen Medien vorzulesen. Oder?

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Gefangen im Telekommunikationschaos

Ich dachte, eigentlich könnte mir das nicht passieren. Ich hielt mich bis gestern für ziemlich bewandert in Telekommunikationsdingen. DSL-Anschluss, Festnetz, Voice over IP – das ist zwar alles schwer zu durchschauen, aber hey, wozu hab ich recherchieren gelernt? Also, das muss doch günstiger gehen. Dachte ich. Dann kam der Tag, an dem ich wechseln wollte. … 

 

Kunst 1.0 und 2.0

In Zeiten, in denen sich alles mit allem online vernetzen lässt, mutet es bisweilen etwas anachronistisch an, was moderne Museen treiben – oder eben nicht. Ich meine: Da machen irgendwelche Kunstprojekte selbstverständlich auch Gebrauch von moderner Technik, und selbstverständlich geht das auch online. Dass so eine Ausstellung oder Installation aber auch mal zurückwandert ins Netz, das ist immer noch eher die Ausnahme. … 

 

Weiß? Weiß!

Weiss

Erst kürzlich habe ich mich in den USA mit einer Freundin noch über die vielen weißen Autos dort mokiert, vor allem die weißen Sportwagen und Luxuslimousinen. Geschmacklos, da waren wir uns einig. Denn daheim in Deutschland, da waren wir uns ebenso einig, waren weiße Autos völlig zu Recht so gut wie ausgestorben. Zurück in München, bergüßten mich dann auf dem Weg nach Hause… weiße Autos. Ausschließlich weiße Autos, und auch noch solche einer bekannten, eher im Luxussegment verwurzelten Marke. Ob ich lachen oder weinen soll, weiß ich immer noch nicht.

Nachtrag: Das scheint tatsächlich ein neuer Trend zu sein, wie „Auto Motor & Sport“ berichtet. Weiß ist demnach angeblich Ausdruck für eine Art neuen Purismus. Ah ja.

 

Verbotene Örtchen

Es gibt ja so Sachen, über die redet man lieber ungern. Das dann aber reichlich. Dazu gehören zum Beispiel Örtchen, die wir alle öfter mal am Tag aufsuchen müssen. Da ist es nur konsequent, wenn eine französische Website diesen wichtigen Bereich unseres Lebens genauer unter die Lupe nimmt und so was wie eine community-basierte „Stiftung Toilettentest“ aufbaut: Baignade interdite (dt.: Baden verboten). … 

 

Großstadtwildnis

Grossstadtwildnis 3b

München leuchtet. München glitzert. Glasfassaden, klassizistische Paläste, Jahrhundertwende-Juwelen, Parks, Biergärten, geschleckte Gehsteige, polierte BMWs.

Ruinen? Verwildertes Brachland mitten in der Stadt? Nicht hier. Kann doch nicht sein. Meint man. … 

 

Hotel Mamma***** (Nachtrag)

Vor einigen Tagen ging’s hier schon mal um die Heerscharen von erwachsenen Italienern, die noch zuhause leben. Was zunächst komisch und klischeehaft klingt (faule Muttersöhnchen machen es sich daheim bequem), entwickelt sich mehr und mehr zum sozialen Problem. Für diejenigen, die mehr dazu wissen wollen: Ein paar weitere Fakten und Hintergründe zu diesem seltsamen Phänomen hab ich jetzt etwas ausführlicher recherchiert und zusammengefasst.