Des Internet

Manchmal stoßen einem Sätze auf. Manchmal sind es auch nur einzelne Wörter. Wenn ich zum Beispiel so was zum Frühstück lese wie hier (in einem älteren Artikel bei Spiegel Online), dann ist das schlecht:

„Unzählige neue Websites, die sich der kollaborativen Möglichkeiten des Internet bedienen, sind in den letzten Jahren entstanden.“

Der Satz tut keinem weh. Ich aber sitze da und werde zur Schlange. Sssssss. … 

 

Entdeckung des Bürgerjournalismus

Nicht, dass das Thema neu wäre. Aber bevor er Schimmel ansetzt, sei hier ein kurzer Hinweis auf einen interessanten Artikel bei Telepolis erwähnt: Christoph Bieber schreibt unter dem Titel „Die Entdeckung der Bürger“ über Bürgerjournalismus. Durchaus mit kritischem Unterton, aber nicht fantasielos. Allerdings werden auch in diesem Fall bestimmte Fragen lieber nicht ernsthaft gestellt. Zum Beispiel die, wie journalistisch „Bürgerjournalismus“ überhaupt sein kann, soll und muss. Die Messlatte hängt eben, wo sie hängt – und da bleibt sie auch. Schade.

 

Erst mal abhängen lassen

Es geht halt nichts über ein ordentlich abgehangenes Thema. Wenn Artikel wochenlang in Redaktionen lagern, bevor sie auf die Öffentlichkeit losgelassen werden, muss das nicht immer ein Nachteil sein. Manchmal aber doch. Zum Beispiel, wenn es da heißt:

„Die Netzeitung will demnächst eine „Readers-Edition“ starten und so „20 Millionen Redakteure“ gewinnen (…)“

So gesehen bei sueddeutsche.de in einer Art Überblicks-Artikel zum Thema Bürgerjournalismus. Dumm daran ist: Die „Readers Edition“ ist schon seit einigen Wochen online.