Wir sind überflüssig

Lesezeit: 1 Min., von Titus Gast gepostet am Sat, 22.4.2006
Tags: internet, medien

Spannende Meldung, die da u.a. bei sueddeutsche.de zu lesen ist: Laut einer Umfrage sind Blogs für mehr als die Hälfte der Befragten überflüssig. Interessant sind dabei zwei Dinge: Die Rede ist in der Meldung von Blogs und Chats. Von unterschiedlichen Ergebnissen in Bezug auf die beiden “Kommunikationsformen” wird nicht berichtet.

So was legt natürlich den Schluss nahe, dass selbst die Autoren der Studie sich nicht so genau darüber im Klaren waren, was sie da fragen, denn die beiden Dinge in einen Topf zu werfen, erscheint doch zumindest methodisch und sachlich fragwürdig. Ebenso geht aus der Meldung nicht hervor, wie viele dieser 52 Prozent, die Blogs und Chats für überflüssig halten, Blogs und Chats auch kennen oder gar nutzen. Die Zahl derer, die Online-Medien insgesamt oder auch Zeitungen für überflüssig halten, dürfte schließlich auch erschreckend hoch sein, je nachdem wen man wie fragt. Normalerweise würde man in Fällen wie diesen sagen: Überflüssige Meldung, überflüssige Umfrage. Dumm ist nur, dass die jetzt wahrscheinlich in allen möglichen einschlägigen blog-kritischen Publikationen die Runde macht – ohne nach den Ursachen oder gar Hintergründen zu fragen. Tatsächlich sind die 52 Prozent auch keine schlechte Zahl: Das bedeutet, dass immerhin 48 Prozent (glauben zu) wissen, was Blogs und Chats sind. Das könnte man auch getrost als sensationell bezeichnen.


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