Um zu Konto ihr plündern

Heute hat’s doch tatsächlich eine Mail geschafft: Eine leibhaftige Phishing-Mail ist bis in meinen Posteingang vorgedrungen. Normalerweise landen die recht zuverlässig im Spam-Filter. Aus gutem Grund – denn selbst wenn es nix kriminelles wäre: Diese Mail war in so schlechtem Deutsch geschrieben, dass alleine das schon Grund genug wäre, die Urheber lebenslänglich einzuknasten. Da muss ich dann am frühen Morgen Sätze lesen wie:

Leider wurde von uns in der letzten Zeit, trotz der Anwendung von den TAN-Codes, eine ganze Reihe der Mitteldiebstaehle von den Konten unserer Kunden durch den Internetzugriff festgestellt. (…) Dafuer muessen Sie unsere Seite besuchen, wo Ihnen angeboten wird, eine spezielle Form auszufuellen. In dieser Form werden Sie ZWEI FOLGENDE TAN – CODEs, DIE SIE NOCH NICHT VERWENDET HABEN, EINTASTEN. (…) Diese Massnahme dient Ihnen und Ihrem Geld zum Schutze! Wir bitten um Entschuldigung, wenn wir Ihnen die Unannehmlichkeiten bereitet haben.

Entschuldigung, aber wie sollen die Postbank-Kunden (um deren TANs es hier geht) überhaupt verstehen, was sie tun sollen? Wenn Menschen tatsächlich auf solche Mails reinfallen, dann lässt das Schlimmes befürchten. Eigentlich kann es sich bei diesen Mails gar nicht um echtes Phishing handeln – in Wahrheit ist es wahrscheinlich nur eine PISA-Variante und die Mails sollen überprüfen, wie schlimm es um unsere Deutschkenntnisse bestellt ist.

 

Aufregung um Wordcast

Audible sorgt in den USA offenbar für heftige Diskussionen in der Szene: Der Hörbuchanbieter hat mit Wordcast ein System vorgestellt, das es Podcastern ermöglichen soll, mit Werbung Geld zu verdienen und ihre Kunstwerke über Audible zu vertreiben. Vor allem geht’s dabei wohl um eine exakte Reichweitenmessung – ob damit auch eine Werbezeitenvermarktung oder ähnliches einher geht, darüber schweigt sich auch die entsprechende Pressemitteilung aus. Demnächst werden wir aber mehr wissen: Eine Info-Seite zu Wordcast steht schon, ist nur bislang recht informationsarm (via ipodlife.de).

 

Tagesschau als Video-Podcast

Das ist ja wirklich die prompte Erfüllung des Bildungsauftrages: Die Tagesschau gibt’s künftig nicht nur als „normalen“ Podcast, sondern auch als Video-Podcast (via ipodlife.de). Ist vielleicht das Falsche, um es sich morgens auf dem Weg zur Arbeit im Auto reinzuziehen, aber am Abend nach der Arbeit mal schnell einen Blick reinwerfen, kann nicht schaden. Vor allem können wir jetzt endlich andere 20-Uhr-Nachrichtensendungen anschauen, ohne die Tagesschau zu verpassen… 😉

 

Kommen die Profi-Podcaster?

Glaubt man einem Artikel von Olaf Deininger bei Telepolis mit dem schönen Titel „Hype mit Bodenhaftung, dann scheint sich die Podcasting-Szene zu professionalisieren. Außerdem deutet vieles darauf hin, dass man in der Szene bestrebt ist, einen weiteren Goldrausch wie den der geplatzten Dot-Com-Blase zu vermeiden. Fazit: Alles läuft ein bisschen vorsichtiger, aber allmählich fließt Kapital und es entwickeln sich unterschiedliche Geschäftsmodelle für Podcaster.