Wähler, hört die Signale!

Das ist zwar sicher nicht das, was ich mir als Podcast abonnieren möchte, aber ein interessanter Service: Die Blinden-und-Sehbehinderten-Seelsorge der Evangelischen Kirche im Rheinland bietet die Wahlprogramme der im Bundestag vertretenen Parteien als MP3-Download zum Vorlesen an (via Tonspion). Traurig ist, dass die Parteien so was nicht selbst im Angebot haben, wo doch an allen Ecken und Enden von Barrierefreiheit die Rede ist… Gleichzeitig ist aber auch gerade das recht aufschlussreich.

 

gastauftritt:podcast #02/2005

Die zweite Ausgabe des gastauftritt:podcasts bringt wieder einen echten Gastauftritt – nämlich den von Titus Gast… 😉 Die Themen:

Audio

 

Netzwahlkampf, #3

Falk Lüke nimmt sich im dritten Teil seiner Internetwahlkampf-Serie bei Telepolis die persönlichen Seiten der Politiker vor. Ergebnis: Viele traditionelle, aber nur wenige interaktive Elemente – von gelegentlichen (und oftmals halbherzigen) Blogeinsätzen abgesehen. Offenbar haben viele noch nicht verstanden, dass sie via Internet mit ihren Wählern einen echten Dialog aufbauen und sich der Diskussion stellen können. Oder sie wollen es nicht verstehen. Demokratie kann halt echt in Arbeit ausarten…

 

Mobiles Podcasting

Es klingt ein bisschen, als würde uns da alter Wein in neuen Schläuchen verkauft: „Mobiles Podcasting“ ist an sich ungefähr so revolutionär wie die Erfindung eines tragbaren Laptops oder die des Radios. Insofern ist man geneigt, die Meldung „Mobilcast holt Podcast aufs Handy“ (via ipodlife.de) auch unter „Dinge, die die Welt nicht braucht, weil sie sie eigentlich schon hat“ zu verbuchen. Allerdings ist es nicht ganz so dramatisch: In der Tat geht es nämlich um eine Podcast-Software für Mobiltelefone, die Melodeo plant. Und das wäre in der Tat neu: Podcasts unterwegs laden. Wobei sich dann immer noch die Frage stellt, ob es für den mobilen Live-Hörgenuss unbedingt Podcasting sein muss – oder ob da nicht echte Live-Sendungen (z.B. über UMTS bzw. Streaming) eher angebracht wären. Immerhin zeigt auch diese Entwicklung wieder sehr deutlich: So oder so geht’s dem guten alten Radio als Endgerät für gesprochenes Wort an den Kragen.

 

Der gastauftritt:podcast ist da!

Es ist so weit: gastauftritt.net gibt’s jetzt auch als Podcast. Nachdem das Thema Podcasting in letzter Zeit in diesem Blog immer mehr Raum einnimmt, ist das einfach der konsequente nächste Schritt. In Zukunft will ich eine Zusammenfassung der wichtigsten Podcasting-Themen auch in Audio-Form anbieten, zunächst nur in loser Folge. Das „Format“ muss sich natürlich erst noch entwickeln. Die Themen der ersten „Show“ sind:

Und weil der erste gastauftritt:podcast seinem Namen auch alle Ehre machen muss, wird das Ganze auch von einer Gastsprecherin präsentiert: Barbara Boesmiller hat damit einen vierminütigen… nun ja… Gastauftritt! 😉
Audio
Podcast-Feed

 

Podwahlkampf?

Jetzt isses tatsächlich passiert! Was ich selber vor zwei Monaten mehr scherzhaft vorgeschlagen habe, ist Wirklichkeit geworden: Einen Monat vor der Bundestagswahl sind mit dem iKauder und dem SPD-Podcast die ersten Wahlkampfpodcasts online (via iPodfun.de). Allerdings haben die Parteien leider das Prinzip nur teilweise verstanden und nutzen die Podcasts praktisch ausschließlich als Verbreitungsweg für offizielle Verlautbarungen; die Chance, hier neue Formen der Politikvermittlung auszuprobieren und dem Hörer Einblicke in den Wahlkampf oder die Arbeit eines Politikers zu geben, haben sie damit verschenkt. Eines allerdings muss man neidlos anerkennen: Der Titel iKauder hat was (nicht zuletzt durch den leichten Anflug von Ironie, der in diesen iWörtern steckt – denn das Prinzip ist als ernsthaftes mittlerweile etwas ausgelutscht). Hoffentlich war dieses eingebaute Augenzwinkern so gewollt – der Inhalt jedenfalls legt das nicht unbedingt nahe.

 

"German Dream"

„German Dream“ ist der Titel einer neuen Serie bei ZDFonline, in der 30 „führende Denker, Künstler und Wissenschaftler aus aller Welt nach ihren ganz persönlichen Zukunftsträumen für Deutschland“ befragt werden. Die ersten zehn Interviews sind nun online – und auch als Podcast zu haben. Verantwortlich dafür ist unter anderem Wolfgang Harrer (bekannt durch das US-Wahlblog für ZDF und DW sowie das Tsunami-Blog des ZDF).

 

Podcast oder nicht?

Der iSchmidt sorgt für Diskussionsstoff: Ist das ein Podcast? Oder doch nicht? Und wenn das ein Podcast ist, ist das dann schon das Ende des strikt nichtkommerziellen, kostenlosen Podcasts? Solcherlei Fragen widmet sich heute u.a. ipodlife.de und spricht dabei unter anderem gar von Verrat, wenngleich mit Fragezeichen. Schuld daran ist möglicherweise die Stuttgarter Zeitung: Die hat das Ding als eine der ersten überhaupt als Podcast bezeichnet. Und das wirft dann die Frage auf, ob Podcasts Geld kosten dürfen oder nicht. Dabei steht ja nirgends, dass das immer so bleiben muss. Apple selbst spricht zwar dauernd von kostenlosen Radiosendungen – aber das ist so formuliert, dass es sich mühelos als aktuelle Bestandsausfnahme interpretieren lässt und nicht als in die Zukunft gerichtetes Postulat. Außerdem spricht in der Tat vieles dafür, dass der Begriff „Podcast“ mehr die technische Seite (also „RSS-Feed“, „enclosures“, usw.) beschreibt: Siehe die Definition bei podcast.de. Und demnach wäre der iSchmidt definitiv keiner, sondern ein ganz normales Wortangebot des iTMS. Bei Hörbüchern würde ja schließlich auch niemand von „Podcasts“ sprechen.
Interessanter an der ganzen Geschichte ist eigentlich ein ganz anderer Aspekt: Harald Schmidt ist eine Sendung der öffentlich-rechtlichen ARD, die sich (zumindest offiziell) allein durch Rundfunkgebühren finanziert. Und dann ein Zusatzprodukt einfach für Geld verkaufen? So richtig kommerziell? Wenn das mal keinen Ärger gibt…
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