Virtuell aussteigen?

Wenn das mal nicht ein neuer Trend wird: Einfach raus aus dem Netz, wie es John Walker bei Telepolis skizziert. Drastisch, aber möglicherweise angesichts der Erlebnisse, die Walker schildert, die einzige wirklich effektive Maßnahme. Was im letzten Jahrhundert der klassische Aussteiger war, wäre also bald der Internetverweigerer. Und dann sitzen alle ehemaligen Internetfreaks abends am Lagerfeuer und erzählen sich Geschichten aus der guten alten Zeit, als man noch mit der halben Welt auf einmal kommunizierte und tagelang kein Tageslicht sah… Ach, das waren noch Zeiten!

 

Noch ne Datenkrake

Wer sich darüber Sorgen macht, dass bald alle möglichen Ämter mal kurz bei Hinz und Kunz auf die Konten schauen können, der dürfte sich über das, was die GEZ laut Telepolis vorhat, erst recht freuen. Vielleicht sollte man sich doch lieber unter falschem Namen im nächstbesten Wald als Einsiedler einmieten?

 

gastauftritt Import-Export

Lange hat’s gedauert, jetzt sind dank eines kleinen Hacks alle Postings aus dem alten Blog importiert. Allerdings habe ich auch drei Stunden damit verbracht, die ganzen Umlaute und Sonderzeichen händisch zu ändern, was wahrscheinlich auch einfacher gegangen wäre, was wiederum ich aber gar nicht wissen will. Tatsache ist: Sollte jemandem noch ein Fehler ins Auge springen (auch kaputte Links oder so was), bitte ich um einen kleinen Kommentar, damit ich das anpassen kann.

 

Datenkrake

Datenschutz ist im Internet so eine Sache: Wer online präsent ist, hinterlässt Spuren – das müssen noch gar nicht mal eigene Internetseiten sein. Wenn man es geschickt anstellt, lässt sich da bei so manchem schon ein recht umfassender Lebenslauf zusammenstellen. Bislang brauchts dafür eine gute Suchmaschine und etwas Zeit. Spiegel Online schreckt uns heute mit der Meldung auf, dass das nun vorbei sein soll: Eine neuartige Suchmaschine will uns künftig den Großteil der Arbeit abnehmen und fertige Personenprofile liefern. Erste vollkommen willkürliche, subjektive und stichprobenartige Tests zeigen ziemlich schnell, dass das alles noch in den Kinderschuhen steckt. Aber wenn man die Beispiele unter dem Suchfeld mal durchlaufen lässt, dann sieht man doch ganz gut, wie es später mal aussehen soll. Datenschutz stellt man sich ein bisschen anders vor…

 

Es muss nicht immer Google sein

Jedes Kind weiß, dass Konkurrenz das Geschäft belebt, Monopole also in den seltensten Fällen die Menschheit weiterbringen (außer vielleicht beim Gewaltmonopol). Seltsamerweise suchen dann aber doch die meisten nur bei ein- und derselben Suchmaschine, die allmählich eine Verbreitung erfährt wie ein bekannter Betriebssystemhersteller (auf den ich nun wirklich keinen Link setzen muss). Deswegen kann man nicht oft genug wiederholen, was die Grünen-Fraktion im Bundestag neuerdings mit einer 24seitigen Broschüre sagt: Es gibt auch noch andere Suchmaschinen! Die Broschüre (Broschüre als PDF-Datei) macht zumindest auf den ersten Blick einen guten Eindruck und wird sicherlich als Linktipp in so manchem Onlinerecherche-Seminar auftauchen. Sollte zumindest so sein.
Natürlich kommt auch diese Broschüre nicht ohne Tücken daher: So fehlt zum Beispiel mindestens eine brauchbare Suchmaschine komplett (Alltheweb kommt gar nicht vor), ein Link auf den regelmäßig aktualisierten Suchmaschinen-Vergleich der Uni Bielefeld fehlt sogar ganz. Aber dafür gibt’s ja Blogs… 😉

 

Frische neue L***s von O*

Die jüngsten Abmahnaktionen eines bekannten, hier aber aus nahe liegenden Gründen nicht näher genannten Mobilfunkanbieters, ziehen weitere Kreise – eine schöne Geschichte zu weiteren ähnlich absurden Aktionen und Hintergründen findet sich bei Telepolis. Nachdem die Geschichte mittlerweile eine größere Öffentlichkeit zu erreichen scheint, stellt sich allerdings jetzt die Frage, ob der Schuss PR-mäßig nicht vielleicht nach hinten los geht: Nicht, dass da am Ende noch der Fall Jamba ein bisschen grüßen lässt

 

David gegen Goliath in Indien?

Telepolis berichtet wieder einmal über eine schöne David-gegen-Goliath-Geschichte aus der Welt der Blogs, diesmal angesiedelt in Indien. Blogger legen sich dort mit der größten Zeitung an, der Times Of India. Mich wundert es, dass wir ähnliche Auseinandersetzungen hier noch nicht erleben: Mir fällt zumindest ein Blog ein, bei dem es mich wundert, dass es noch keinen derart massiven Ärger auf sich gezogen hat. Aber vielleicht kommt das erst noch… 😉

 

Patent auf Eiertanz

Seit weit mehr als zwei Jahren dauert das Tauziehen um „computerimplementierte Erfindungen“ (vulgo: Softwarepatente) in der EU und den Mitgliedsstaaten nun an. Und so wie’s aussieht, wird sich das so bald nicht ändern: Laut Heise Online und Golem.de sorgt das Bundeswirtschaftsministerium höchstselbst nun weiter für Verwirrung. Aber vielleicht ist genau das ja das eigentliche Konzept: Wir verwirren die Leute, bis sich keiner mehr auskennt, und machen dann einfach, was wir wollen…