Wer hat keine weiße Weste?

titus, Sonntag, 12. November 2006, 10:48 Uhr • Rubrik(en): Kurios,Netz

Vor ein paar Jahren war das Problem noch keines. Nun scheint es einen echten Markt dafür zu geben, kompromittierende Dinge aus der Netzvergangenheit zu beseitigen und die Suchmaschinenergebnisse zu reinigen. Oder sagen wir so: Es gibt Menschen, die sind überzeugt, dass sie damit Geld verdienen können, so wie die Leute von ReputationDefender. Der Nutzer bekommt – gegen Geld – regelmäßig Berichte darüber, was über ihn online so alles zu finden ist, und ReputationDefender behauptet auch, missliebige Inhalte einfach mal so verschwinden lassen zu können:

Our trained and expert online reputation advocates use an array of proprietary techniques developed in-house to correct and/or completely remove the selected unwanted content from the web.

Wie sie das genau machen, darüber schweigen die Leute sich natürlich aus. Sauber klingt es jedenfalls nicht, zumindest steht da nichts darüber, dass sie einen Satz Passwörter brauchen, um das auf legalem Wege zu erledigen. Aber vielleicht täuscht der Eindruck auch. Interessant wäre auf alle Fälle, das Problem in Zahlen und Fakten zu greifen – also zu erfahren, wie viele Personaler inszwischen erst mal ein paar Suchmaschinen befragen und dann erst den Kandidaten, und wie viele Menschen so eine Sache möglicherweise schon den Möchtegern-Job oder sogar den bestehenden gekostet hat… Also wenn jemand Erfahrungen in dieser Richtung hat, dann bitte melden! Entweder per Kommentar oder per titus [at] gastauftritt [punkt] de.

(via macnews.de).

1 Kommentar Kommentar-Feed zu diesem EintragTrackback-URL

Ein Kommentar zu diesem Eintrag:

  1. gastauftritt.net » Blog Archive » Suchmaschinen als Karrierekiller am 22. November 2006 um 21:05 Uhr.

    […] Gerade vor ein paar Tagen habe ich noch über kompromittierende Dinge aus der eigenen Netzvergangenheit und Weiße Internetwesten philosophiert, da lerne ich dank Wirtschaftswoche auch den Begriff dazu: “Googlability”. Im Artikel geht es darum, wie die eigenen Hinterlassenschaften im Netz sich zum Karrierekiller entwickeln können. Immer mehr wird einem angesichts der geschilderten Fälle und Beispiele bewusst: 1984 ist schon lange vorbei. Den Großen Bruder spielen wir im 21. Jahrhundert zunehmend selbst, es braucht nur noch jemanden, der die Puzzlesteinchen zusammensetzt. Das machen sicher auch bald Programme. Die Frage ist nur, wozu man sich dann noch Gedanken um den eigenen Lebenslauf macht… Kommentar-Feed (RSS) | Trackback URL […]

Neuen Kommentar schreiben: